Kübelpflanzen sind wunderbar dekorativ. Viele Hausbesitzer, die nur über wenig Gartenfläche verfügen, helfen sich mit dieser Variante des Blumenpflanzens. Im Sommer geben diese Kübel rund um das Haus eine wundervolle Blumenpracht zum Besten. Doch was wird im Winter mit ihnen gemacht? Denn nicht alle Kübelpflanzen sind auch tatsächlich winterfest.

Es muss vor dem Frost sein

flowers-177389_640Das Sichern der Kübelpflanzen muss unbedingt vor den ersten Nachtfrösten geschehen. Haben die Pflanzen, die Minusgrade nicht vertragen, erst einmal Frost bekommen, sind sie meistens nicht mehr zu retten. Mit dem Auftauen verändert sich die Zellstruktur der Blätter und Stengel. Dadurch entsteht beim Wiederauftauen nur Matsch. Leider. Doch kann man ja problemlos vorbeugen.

Zunächst sollten die Pflanzen in winterhart und nicht winterfest unterteilt werden. Winterharte Pflanzen werden in ihren Kübel auf ihrem angestammten Platz belassen. Sie erhalten einen Anzug aus Jute, Noppenfolie, Schilf oder Vlies. Diese Materialien halten einen großen Teil der Kälte von den Pflanzen fern. Um sie noch mehr vor Frost zu schützen, können sie zusammen an die Hauswand gerückt werden. Je dichter sie zusammen stehen, desto weniger macht ihnen die Kälte zu schaffen.

Zu den winterharten Pflanzen gehören unter anderem Koniferen, Bambus, Buchsbaum und Kirschlorbeer. Im Zweifelsfall sollte der ansässige Gärtnermeister befragt werden. Gerne kann der Topf einen zusätzlichen Schutz aus Reisigsträußen erhalten. ACHTUNG: Auch im Winter kann, selbst bei anhaltendem Frost, andauernde Trockenheit die Pflanzen zerstören. Das bedeutet, dass auch im Winter, wenn kein Niederschlag fällt, die Pflanzen gegossen werden müssen. Nicht zu viel, da sie sonst beim nächsten Frost erfrieren, aber doch genug.

Welche Pflanzen gehören in einen geschlossenen Raum?

Die Beantwortung dieser Frage ist ein klein wenig davon abhängig, wie kalt es tatsächlich an ihrem Standort wird. Wer eher milde Winter zu verzeichnen hat, braucht nicht alle mediterranen Pflanzen in den kühlen Keller, die gut isoliert Garage oder den kühlen Dachboden verfrachten. Denn die Voraussetzung für eine gute Überwinterung ist eine kühle, frostfreie und trockene Unterbringung. Es muss nicht hell sein, aber auch nicht stockdunkel.

Für gewöhnlich holt man die folgenden Pflanzen nach Drinnen: Myrthe, Oleander, Lorbeer, Dattelpalmen und die verschiedenen Zitruspflanzen. Bei einigen von ihnen ist es wichtig, dass sie auch im Winter ausreichend Licht erhalten. Schlimmstenfalls muss dies mit einer Speziallampe gewährleistet werden. Ohne Licht verkümmern sie und geben im Frühjahr ein eher trauriges Bild ab. Vorsicht: Auch im Winter können sich Nager und andere Störenfriede in die Kübel einschleichen wollen. So ist der gute alte Nagerdraht also auch im Winter einzusetzen.

Wer weder Platz noch die Zeit hat, sich um seine überwinternden Pflanzen zu kümmern, der kann einen Überwinterungsservice engagieren. Pünktlich zum Frühjahr werden Pflanzen wieder zurückgebracht – wohlbehalten, versteht sich.