facade-557717_640Sie wirken einladend und gemütlich – Holzfassaden. Sie sind immer öfter zu sehen. Denn Holz bringt einige gute Eigenschaften zusammen: Es hat eine gute Wärmedämmung, ist der ökologischste Baustoff überhaupt, da es sich um einen nachwachsenden Rohstoff handelt, der während der Wachstumsphase viel CO² aus der Atmosphäre filtert. Um jedoch auch wirklich lange Freude an einer schönen Fassade zu haben, ist ein bisschen Einsatz notwendig. Auch das beste Holzhaus ist auf gute Pflege angewiesen.

Am besten von Anfang an

Wer sein Traumhaus aus Holz bauen möchte, sollte zwingend eine entsprechende Fachfirma mit dem Aufbau beauftragen. Denn beim Werkstoff Holz sind verschiedene Dinge zu beachten, die bei einem Massivhaus niemals in die Waagschale fallen würden. So muss die Fassade beispielsweise unbedingt 30 cm über dem Boden enden. Anderenfalls könnte Spritzwasser bei Regenwetter ihr auf Dauer großen Schaden zufügen. Es versteht sich von selbst, dass die Fassade so natürlich wie möglich aussehen soll.

Dafür dürfen aber Bauvorschriften nicht außer Acht gelassen werden. Eine Spezialfirma, die nichts anderes macht, als Holzhäuser zu bauen, ist damit bestens vertraut und wird keine „Anfängerfehler“ machen, die der Hausbesitzer später zu bereuen hat. Ein besonderes Augenmerk ist auf die Fensterbänke und sowie den Dachüberstand zu legen. In beiden Fällen ist der Überstand größer zu gestalten als bei einem Massivhaus. Dies geschieht zum Schutz der Fassade.

Ständige Kontrolle

Ein Holzhaus muss regelmäßig kontrolliert werden. Denn im Laufe der Zeit können sich Risse oder Spalten bilden. Diese sind sofort auszubessern oder mit Holzschutz zu behandeln, da sie sehr schnell Feuchtigkeit und Schmutz aufnehmen. Diese ihrerseits schädigen das Holz, wenn ihnen kein Einhalt geboten wird. Die Wetterseite benötigt die meiste Aufmerksamkeit. Denn hier schlägt die Witterung mit aller Härte zu. So ist es durchaus möglich, dass diese Seite alle zwei Jahre eine Auffrischung des Holzschutzes benötigt, die anderen Seiten, die geschützter liegen, aber nur alle vier bis fünf Jahre.

Dies ist individuell zu prüfen und durchzuführen. Hierbei ist zu beachten, dass es auch ohne Holzschutzlasur geht. In diesem Fall versilbert die Fassade. Doch zum einen dauert es einige Jahre, bis dieser Effekt abgeschlossen ist. Zum anderen muss man diese Farbgebung mögen. Wer jedoch mit einem farbigen Holzschutz erst einmal begonnen hat, ist im Zugzwang, alle paar Jahre erneut streichen zu müssen, da die Fassade ansonsten unschöne Verfärbungen erhält.

Wie auch immer man sich entscheidet, ist eine ein- bis zweimalige Kontrolle der gesamten Fassade notwendig: einmal nach dem Winter und einmal nach dem Sommer, da beide Jahreszeiten dem Holz einiges abverlangen können.